Ausgehend vom Brauch der Klosterkirchen brachte das Läuten der Glocken im Hochmittelalter Struktur in den Alltag der Menschen. Das Angelus-Läuten um 6 und um 18 Uhr gab den Beginn und das Ende des Arbeitstages vor. Um 12 Uhr war Mittag und der regelmäßige Stundenschlag der Kirchturmuhrgab all´ denen Orientierung,die keine eigene Uhr hatten.
Wenn wir auch heute die Glocken nicht mehr brauchen, um unseren Alltag zu strukturieren, so sind sie dennoch aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken: Sie rufen uns zum Gottesdienst. Die kleine Taufglocke verkündet mit hellem Klang ein neues Mitglied in unserer Christengemeinde und die Totenglocke erinnert uns mit ihrem dunklen Schlag an ein stilles Gebet für die Seele, die uns verlässt und mahnt uns, einmal innezuhalten und über uns selbst und unser Leben nachzudenken.
Aber die Glocken können auch mit uns feiern. Mit ihrem feierlichen Festgeläute stimmen sie uns ein auf kirchliche Feste, Hochzeiten oder andere besondere Gelegenheiten. Das so genannte Vollgeläute unserer Glocken mit ihrem einzigartigen und unverwechselbaren Klang ist fester Bestandteil unserer Heimat. Sehen und hören Sie selbst.
