Gedenkstätte Hostert

In der Gedenkstätte ragt ein metallenes Hochkreuz über einem altarähnlichen Unterbau. An dessen Vorderseite tragen drei schwarze Steintafeln die Namen der Gefallenen beider Weltkriege. Neben dem Eingang ein Schild mit der Aufschrift: Ehrenmalgemeinschaft Hehler e.V. 1966 Vor 50 Jahren wurde das Ehrenmal eingeweiht, zuvor hatte es ein Mahnmal in Hostert an der B 230 gegeben. Seitdem kümmern sich ehrenamtliche Helfer um die Pflege des Ehrenmals in Hehler.
Am 28. März 1965 hatte es im Haus Pollmanns eine Versammlung gegeben. Eingeladen wurden insbesondere die Männer und Jugendlichen. Man wolle aus Dankbarkeit den Gefallenen und Vermissten gegenüber endlich eine würdige Ehrenstätte errichten, hieß es in der Einladung des Denkmalsvereins. Für den Ehrenmal-Ausschuss unterzeichnete damals Vorsitzender Jakob Moors, der auch Gründungsvorsitzender der neuen "Kriegerehrenmalgemeinschaft Schulbezirk Waldniel-Hehler e.V." wurde. Nach mehreren öffentlichen Versammlungen beschloss dieser Vorstand, ein neues Ehrenmal zu bauen. Das Grundstück wurde für diesen Zweck bei der Flurbereinigung durch Leo Schmitz erworben. Handwerker aus Hehler kümmerten sich um die Maurer-, Schmiede- und Schreinerarbeiten. Gärtner Peter Molls bepflanzte die Anlage. Die Planung übernahm Architekt Peter Zöhren. Vor einem gemauerten Altartisch brachte er die Gedenkplatten an, auf denen die Namen von über 80 Gefallenen und Vermissten verzeichnet sind. Für die Errichtung des Ehrenmals gaben auch einige Geschäftsleute Spenden, ein größerer Betrag kam unter anderem von der Firma Rösler Draht. Das Holzkreuz fertigte Gottfried Aretz an, der Vorsitzende Moors stiftete den Holzkorpus aus einer Kevelaerer Werkstatt. 1990 stellte der Verein ein neues Kreuz ohne Korpus auf, das alte hatte witterungsbedingt Schäden erlitten. Der Kern dieses Kreuzes erhielt eine solide Holzverleimung und eine Kupferummantelung, der aufbereitete Originalkorpus hängt heute im Pfadfinderheim. Der Weg zum Mahnmal wurde gepflastert, dabei halfen Mitglieder