Johannes von Nepomuk Bildstock am Kriegerdenkmal Ungerath

1986 entscheiden sich die Nepomukschützen, ein Nepomukhäuschen neben unserem Ehrenmal zu bauen.
Der Sockel und das Häuschen sollen in Eigenleistung gebaut werden und die Nepomukstatue soll gekauft werden.
Der Erlös beim Sebastianus-Essen im selben Jahr in Höhe von 1.372,00 DM war für die Nepomukfigur bestimmt. Es gab wohl noch einige stille Spender, die wie immer nicht genannt werden wollten.
Anfang 1986 machte sich eine Abordnung gestandener Ungerather Schützenbrüder mit dem Auto auf den Weg nach Kevelaer, wo man die Nepomukstatue bei einem dort ansässigen Holzschnitzer bestellen wollte.
Nach einigem Hin und Her wurde man sich einig und der Holzschnitzer bekam den Auftrag. Man schaute noch kurz bei Maria vorbei und freute sich über den gelungenen Geschäftsabschluss. Geschäfte abzuschließen macht aber durstig und so wurde nach der Heimkehr im geliebten Ungerath dem Durst bei Fia (Gaststätte Riesebeck) mit einigen Gläsern Schloßbräu Pils ordentlich der Garaus gemacht. Eigentlich gibt es nichts, wovon die Ungerather keinen Durst bekommen.
Das Häuschen erstellte der verstorbener Schützenkönig von 1980 und jahrelanger Generalfeldmarschall Hubert Götz. Für den Ungerather Schmied Heinrich Gravendyck war es Ehrensache die Schmiedearbeiten durchzuführen. Und wer war damals schon für unsere Bruderschaft rührig? Sein Sohn Heinz.
Bei der am Ehrenmal am Kirmesmontag 1986 stattfindenden Messfeier, die unser Präses, Pfarrer Karl-Willi Koerschgens mit uns feierte, wurden das Nepomukhäuschen und die Nepomukstatue eingeweiht und gesegnet.
von Klaus Müller 2013
Quellen: Chronik der St. Johannes von Nepomuk Bruderschaft Ungerath,
Heimatbuch Kreis Viersen, mündliche Überlieferung