Kriegerdenkmal Ungerath

An der Ungerather Straße errichten die Eheleute Peter Michael Feger und Catarina Feger geb. Berger 1867 in der Nähe der Toreinfahrt zu ihrem Hof (Fegerhof, heute Theißen) ein Hof- und Wegekreuz. Das Kreuz steht auf ihrem Grundstück. Auf dem Sockel erinnern die Buchstaben „PMF CGB 1867“ an die Stifter. Interessant ist hier die Jahresangabe 1867. Die preußische Regierung ließ nichts unversucht, um die Macht der katholischen Kirche im Rheinland zu brechen, was letztlich im so genannten Kulturkampf endete. Es durften u.a. keine neuen Kirchen, Wegekreuze oder Fußfälle errichtet werden. Und so entstanden in jener Zeit aus Protest viele solcher Hofkreuze auf privatem Grund und Boden, wogegen die preußische Regierung machtlos war.
1918 wird das 1867 errichtete Wegekreuz an der Ungerather Straße zum Ehrenmal für die Gefallenen der Sektionen Ungerath und Geneschen II umgestaltet. An der Rückseite wird eine kleine Mauer errichtet. Darauf stehen vier Steintafeln mit den Namen und Daten der Gefallenen des 1. Weltkrieges. Die beiden Ecksäulen tragen je einen steinernen Helm. Unten auf der Mauer steht: „Unseren Gefallenen Helden zum Andenken Gewidmet von den Sektionen Ungerath - Geneschen II 1914 - 1918“. 1949 wird das Ehrenmal an der Ungerather Straße um die Gefallenen des 2. Weltkrieges erweitert. Auf das dreistufige Podest wird vor dem Kreuz eine große Steinplatte gelegt. Die Inschrift lautet: „1939 – 1945 Fürs Vaterland“ und führt dann die Namen von 36 Gefallenen oder Vermissten aus Ungerath und Geneschen II auf.
von Klaus Müller 2013
Quellen: Chronik der St. Johannes von Nepomuk Bruderschaft Ungerath,
Heimatbuch Kreis Viersen, mündliche Überlieferung