Gedenkstätte Hostert

Am 28. März 1965 hatte es im Haus Pollmanns eine Versammlung gegeben. Eingeladen wurden insbesondere die Männer und Jugendlichen. Man wolle aus Dankbarkeit den Gefallenen und Vermissten gegenüber endlich eine würdige Ehrenstätte errichten, hieß es in der Einladung des Denkmalsvereins. Für den Ehrenmal-Ausschuss unterzeichnete damals Vorsitzender Jakob Moors, der auch Gründungsvorsitzender der neuen "Kriegerehrenmalgemeinschaft Schulbezirk Waldniel-Hehler e.V." wurde. Nach mehreren öffentlichen Versammlungen beschloss dieser Vorstand, ein neues Ehrenmal zu bauen. Das Grundstück wurde für diesen Zweck bei der Flurbereinigung durch Leo Schmitz erworben. Handwerker aus Hehler kümmerten sich um die Maurer-, Schmiede- und Schreinerarbeiten. Gärtner Peter Molls bepflanzte die Anlage. Die Planung übernahm Architekt Peter Zöhren. Vor einem gemauerten Altartisch brachte er die Gedenkplatten an, auf denen die Namen von über 80 Gefallenen und Vermissten verzeichnet sind. Für die Errichtung des Ehrenmals gaben auch einige Geschäftsleute Spenden, ein größerer Betrag kam unter anderem von der Firma Rösler Draht. Das Holzkreuz fertigte Gottfried Aretz an, der Vorsitzende Moors stiftete den Holzkorpus aus einer Kevelaerer Werkstatt. 1990 stellte der Verein ein neues Kreuz ohne Korpus auf, das alte hatte witterungsbedingt Schäden erlitten. Der Kern dieses Kreuzes erhielt eine solide Holzverleimung und eine Kupferummantelung, der aufbereitete Originalkorpus hängt heute im Pfadfinderheim. Der Weg zum Mahnmal wurde gepflastert, dabei halfen Mitglieder