St. Mariä Himmelfahrt Waldnieler-Heide

Nun gab es eine eigenständige Pfarrgemeinde im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Kirspel-Waldniel, ein eigenes Gotteshaus hingegen immer noch nicht. Mit Errichtung des Rektoratsbezirkes wurde 1947 bistumsseitig bestätigt, dass die Anstaltskirche weiterhin als Seelsorgekirche des Rektorats genutzt werden konnte. Das Bistum hatte sich seinerzeit mit den Franziskanern, deren Rückkehr nach Hostert bevorstand, abgestimmt.
Nachdem das Objekt 1955 an den Bund gegangen war, hatte die Kirchengemeinde die Anstaltskirche gegen einen geringen Preis angepachtet, musste hierfür aber anfallende Renovierungskosten übernehmen. Das übrige Areal wurde weiterhin von der britischen Besatzungsmacht genutzt. War hier anfangs ein Krankenhaus untergebracht, hatten die Briten ab 1963 eine Schule mit bis zu 1.400 Schülern eingerichtet.
Die junge Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt entwickelte sich während dieser Zeit weiter. Erster Pfarrer der Rektoratsgemeinde wurde der aus Schlesien stammende Pastor Herbert Herzmann. Sein Nachfolger war von 1951 – 1954 Kaplan Josef Melchers. Unter Pfarrer Xaver Fuchs wurde 1954 der Bau- und Sparverein ins Leben gerufen[15]. Bereits 1957 wurde mit dem Bau eines Pfarrhauses für den Geistlichen begonnen; bei strömenden Regen war hierzu am 07.12.1957 Richtfest. Ende 1958 wurde das Pfarrhaus fertiggestellt. Unter Vikar Aloys Keuchel, der seit 1959 in Hostert tätig war, wurde 1963 das „Pfarrheim Waldnieler Heide“ gebaut. Vikar Keuchel sah die gemietete Anstaltskirche als Haupthindernis für die Entwicklung der Pfarre. Dieser Gedanke sollte in den darauffolgenden Jahren von seinem Nachfolger, Pastor Mathieu Leclerq, weiter vorangetrieben werden.
Autor: Frank Campen